Der Notgroschen

Ein dickes Sparschwein für Notfälle, lässt sorgenfrei Investieren

Um sein Geld für sich in aller Ruhe arbeiten lassen zu können sollte man sich zuerst einen Notgroschen ansparen. Denn für mein persönliches Sicherheitsgefühl ist es wichtig zu wissen, dass selbst wenn alle Stricke reißen, ich etwas auf der Seite liegen habe ohne an meine Investments gehen zu müssen.

Was ist ein Notgroschen genau?
Die letzten 5 Euro in der Geldtasche? Ein Girokonto das am Monatsende nicht überzogen ist?

Nope.
Ein Notgroschen ist ein gesondertes Sicherheitspolster für echte Notfälle. Wie zB. Jobverlust, teure Reparaturen, unvorhersehbare Kostenaufwände für Gesundheit,…

Der Notgroschen liegt deshalb auch nicht am Girokonto (Gehaltskonto) wo man immer irrtümlich am Monatsende darauf zugreift, sondern wie in unserem Fall, am online Sparkonto, oder Taggeldkonto, Festgeld- oder extra Girokonto, welches nicht für den täglichen Gebrauch da ist.
Wichtig ist aber dass man dennoch immer, wenn nötig sofort drauf zu greifen kann.

Wie hoch sollte der Notrgroschen nun sein?

Das ist eine sehr individuelle Frage.
Das hängt auch von vielen verschiedenen Faktoren ab:
Ist man alleine oder hat man Familie?
Wie hoch ist das monatliche Fixum an Ausgaben?
Hat man Tiere?
Mietwohnung / Eigenheim / Haus ?

Generell gilt beim Notgroschen aber: lieber zu viel als zu wenig! Wobei man nie zu viel haben kann…

Auch kann man sich daran orientieren wie lange man bei einem totalen Ausfall des Einkommens vom Notgroschen leben könnte.
Ich würde da als Faustregel schon empfehlen sich einen Notgroschen von mindestens 3 Monaten anzusparen.
Besser mehr, aber das hängt auch wirklich von jedem individuell ab und wie hoch sein Bedürfnis nach Sicherheit ist.
So oder so, ist der Notgroschen einfach Gold wert, denn im Falle eines Falles hat man einige Sorgen weniger, wenn man weiß dass alles was man so zum Leben braucht gesichert ist für die nächste Zeit.
Finde das vorallem mit Kindern suuuuper wichtig.

Kurzer Abstecher ins Jahr 2020 zu den Imbas: Als wir keinen Krabbelstubenplatz für unseren Sohn bekommen haben, hätte ich auch einfach Karenz – also Elternzeit verlängern können. Einfach weil wir genug auf der Seite hatten. Alleine das Wissen dass es möglich wäre, wenn es denn sein müsste, nimmt einem, einen großen Druck und viel Last von den Schultern. Ich hatte nicht den Druck wie viele andere Mütter unbedingt sofort wieder in meinen Job zurück zu müssen.

Das A & O beim Notgroschen ist SICHERHEIT. Es geht nicht um Rendite sondern Liquidität!

Ich persönlich würde auch empfehlen sich erst einen Notgroschen anzusparen bevor man investiert.
Zumindest sollte man schon 50% von seinem angestrebten Notgroschen bei Seite haben, damit man in Ruhe sich Gedanken über seine ersten Investments machen kann.

Hier findest du ein paar Anregungen und Challenges wie du schneller deinen Notgroschen aufstocken kannst: sparchallenges

Warum ist das überhaupt wichtig?
Wenn man Investiert, sollte man dafür Geld verwenden welches einem nicht sonderlich fehlt. Wie der Österreicher sagen würde: es tut einem nicht weh wenn´s weg is.

Man muss ja immerhin eine gute Zeit lang drauf verzichten, denn auch das liebe Geld benötigt einige Zeit damit es für uns arbeiten kann.
Wenn ich also ständig an meine Raten gehen muss, welche ich eigentlich als Investment geplant hätte oder gar meine Aktien, ETF, oder sonstige Wertpapiere verkaufen muss um mein tägliches Leben oder Notfälle bestreiten zu können, kann ich langfristig kein Vermögen aufbauen.

Idealerweise würden die Schritte zum Investieren so aussehen:

Natürlich kommt es auch ganz drauf an welche Art von Schulden man hat, denn die einzigen „guten“ Schulden, welche auch nicht so schnell abbezahlt sind, sind:
Bildungsschulden & Eigenheimschulden.

Wie du Schritt für Schritt vorgehst wenn es ums „Anfangen“ geht, also Übersicht der Ist-Situation, Haushaltsbuch, Notgroschen, Zielesetzen, Investieren, usw. geht, kann ich dir den Finanzplaner von
FINANZHELDINNEN ans Herz legen.
Ein wundervolles und so übersichtliches, interaktives Buch, mit ganz viel Input und Aufklärung.
Es leitet dich wirklich Schritt für Schritt an dein erstes Investment ran!

Viele fragen immer: „Ich habe gar keinen Notgroschen und kann nur Summe x sparen, das dauert ewig bis ich dann endlich investieren kann- was soll ich tun?“
Klar, wenn man nur 50€ monatlich wegsparen kann für seinen Notgroschen und angenommen 5000 Notgroschen ansparen will, dann würde man alleine für seinen Sicherheitspolster schon über 8 Jahre benötigen. Das hat natürlich wenig Sinn.
Deshalb gibt es für mich ganz klar 2 Optionen:

1. Einkommen erhöhen
und wenn es nur für die Dauer ist bis man seinen Notgroschen aufgestockt hat.

2. Sparen & Investieren
Auch Kleinvieh macht Mist. Guten Mist. Schon 25€ im Monat auf einen ETF Sparplan und 25€ auf den Notgroschen sparen, führen langsam aber sicher ans Ziel.

Aber das ist alles nur ein grober Anhaltspunkt, so oder so, wer sich mit seinen Finanzen auseinandersetzt, spart, investiert oder einfach nur seine Schulden abbaut- der hat schon gewonnen!

Und:
Der Weg ist das Ziel! Egal wie klein die Schritte in die richtige Richtung sind, sie bringen uns ans Ziel!

So weit so gut!

Entweder hast du schon einen prall gefüllten Notgroschen oder du bist gerade dabei dir deinen Notgroschen aufzubauen, wie auch immer ich würde mich über deine Meinung freuen, wieviel Notgroschen du für nötig hältst und warum, und vorallem auch, was deine Umstände sind?

Bis dahin,

fröhliches Sparen 🙂

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